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Bildung, Erziehung, Wissenschaft

Bildungspolitische Grundsätze
mit Leitlinien für Bildung, Forschung und Erziehung


Gerade seit der Veröffentlichung der Pisa-Studie ist das Thema Bildung ständig auf der Tagesordnung der politischen Diskussion. Eine mittlerweile beachtliche Zahl von Autoren stehen auch der, von den 68ern der sogenannten Frankfurter Schule, propagierten, antiautoritären Erziehung sehr kritisch gegenüber. Hier ist eine stärkere Positionierung durch die politischen Parteien zu vermissen. Einzig die AfD gibt hier klare Kante. Großen Raum findet im Rahmen der bildungspolitischen Diskussion das Thema Ausbildungszeiten, die im Interesse der Wirtschaft, wie z.B. dem G 8, gestrafft wurde. Mittlerweile macht sich eine immer stärker werdende Kritik breit. Überhaupt ist nach Jahrzehnten der gezielten Förderung von Frauen und Mädchen eine ideologiefreie, ohne Gender-Mainstreaming beeinflusste, Bildungspolitik vonnöten. Zuwenig Beachtung findet die Grundschule, die mit zu schlecht bezahlten und deswegen auch meist weiblichen Lehrkräften zum Problem für Jungs wurde, da durch die hohe Scheidungsrate auch in der Familie häufig männliche Vorbilder und Elternteile für die Erziehung fehlen. Nochweniger Beachtung findet die Hauptschule als eigentliche Volksschule, die wegen der Migrationsproblematik und der Nichterziehung gerade in bildungsfernen Bevölkerungsschichten zumindestens in den Großstädten zur „Restschule" verkommen ist. Um dieses offensichtliche Problem zu verschleiern sind viele Bundesländer einfach dazu übergegangen, die Hauptschule abzuschaffen. Oder sie wurde kurzer Hand zur sog. Mittelschule umetikettiert.
Allen Schulen gleich ist der immernoch chronische Lehrermangel, was mit vielen Unterrichtsausfällen einhergeht. Auch wenn der bauliche Zustand mancher Schulen, insbesondere denen aus den 70er Jahren,
häufig schlecht ist, ist das Bildungsangebot insbesondere auch für das Erlernen eines Musikinstrumentes in manchen Schulen noch gut. Hier gibt es bei vielen Real- und Hauptschulen sicherlich Nachholbedarf. Gerade im so auf Kultur und Tradition wertlegenden Bayern wäre hier eine deutliche Ausweitung des Musik-Unterrichts, auch von bodenständigen Instrumenten wie Gitarre, Zither und Akkordeon zu erwarten. Daß dann natürlich auch moderne Unterhaltungsmusik gespielt werden kann soll hier nicht kritisiert werden.
So wird zwar heute mehr den je eine Wertevermittlung in der Schule propagiert und die mehrwerdenden nichtreligiösen Schüler werden zum Ethik-Unterricht geführt, aber es wird im immer mehr konsumorientierten Kapitalismus versäumt, nach Vorbild der meisten westlichen Demokratien auch in Deutschland eine einheitliche Schulkleidung einzuführen. Es zeigt sich leider schon im Grundschulalter bei vielen Kindern ein unreflektiertes und für die Eltern kostspieliges Markenbewußtsein ab. Daher Einführung von Schulkleidungen, die aber ähnlich wie Hortgebühren, für Einkommen, die unter den jeweiligen Kreis-Durchschnitt liegen möglichst kostenfrei, oder stark subventioniert angeboten und zumindestens in Europa, besser in Deutschland hergestellt werden sollte.
Die derzeitigen Zustände in deutschen Universitäten ist ebenfalls mehr als hahnebüchend. Es lassen sich zwar immer mehr Politiker von diversen OECD-Studien einreden, daß es bei uns zu wenige Akademiker gibt, gleichzeitig hält sich der Ausbau der Universitätskapazitäten und die Einstellung von Lehrern und Professoren in Grenzen. Von der der katastrophalen Wohnraumsituation für Studierende ganz abgesehen.
Als Sofortmaßnahme ist eine Begrenzung der Studienplätze für Nicht-EU-Ausländer, die vor Studienbeginn weniger als 5 Jahren in Deutschland gelebt haben, einzuführen. Außerdem ist nach Schweizer Vorbild für die Übrigen dieser Personengruppe eine erhöhte Studiengebühr von 1000 Euro je Semester einzufordern.
Generell wäre zwar eine Abschaffung der Studiengebühr zu begrüssen, allerdings ist die Aufregung nicht nachvollziehbar, da derzeit jeder Kindergarten und jeder Schulhort, auf das Semester gerechnet, mehr kostet, als die derzeitig in manchen Ländern übliche Studiengebühr von 500 Euro. Eine Abschaffung ist also an bestimmte Gründe zu binden. Z.B. wäre dies für ortsansässige Studenten einschließlich Nachbarlandkreise, oder auch durch den Abschluß eines Freiwilligen Sozialen Jahr in Deutschland möglich.  
Mittelfristig sind von den wirtschaftsfernen, längerfristig von allen Studienbereiche  mindestens 50 Prozent der Studienplätze aus den Ballungsräumen in strukturschwache Regionen zu verlagern. Auch hier wäre dann als Anreiz eine Befreiung von den Studiengebühren für diese neuen Uni-Standorte möglich. Der Trend, daß nicht wenige westdeutsche Jugendliche in den neuen Ländern studieren, ist ein Zeichen in die richtige Richtung. So hat man schon vor Jahren  in Nürnberg die Fachhochschule als Zweigstelle der Uni Erlangen errichtet, was spricht dagegen bestimmte Teile nach Pegnitz, Hof oder Ansbach zu verlagern? Diese Institute könnten als Leuchttürme in durch Abwanderung gefährdeten Gebiete dienen und auch für Unternehmen einen Anreiz bieten, sich dort und nicht im völlig überfüllten und überteuerten München anzusiedeln. Dies dürfte für andere Ballungsräume ähnlich sein. Auch die derzeitigen Abwanderungstendenzen beim Medizinstudium ist mit der Schaffung von neuen Studienplätzen in strukturschwachen Regionen bei gleichzeitiger Lockerung des Numerus Clausus entgegenzuwirken. Ein Ärztemangel ist ja bereits jetzt in manchen Regionen feststellbar.
Mögliche Eliteuniversitäten sind ebenfalls in strukturschwachen Gebieten neu anzusiedeln, die besten Unis von England und den USA sind auch nicht in London oder New York, sondern in eher abgeschiedenen ländlichen Regionen wie Oxford und New Heaven (Yale).
Die Forschung ist im Allgemeinen weiter auszubauen und stärker als bisher auf gemeinnützige Zwecke auszurichten. Forschungsabteilungen von Universitäten dürfen nicht als alleinigen Zweck die Gründung von Wirtschaftsunternehmen haben.  Erfindergeist sollte gerade von den Universitäten gefördert werden. Und beim Aufkaufen von Erfindungen sollten öffentliche Forschungseinrichtungen ein generelles Vorkaufsrecht haben, um zu vermeiden, daß Erfindungen aus kommerziellen Interessen von Unternehmen aufgekauft werden, dann in der Schublade  verschwinden, um Gewinne nicht zu gefährden.  Ebenso muß es eine Rückkehr zu den bewährten Diplom- und Staatsexamensstudiengängen geben.
Um sogenannte Schweinemarktzyklen bei Studenten zu vermeiden  ist die Anzahl der benötigten Studienplätze nach langjährigen, durchschnittlichen Bedarfen statistisch festzulegen und dementsprechend staatliche Stipendien und BAFöG-Zahlungen nur bis zum Erreichen dieser Quoten zu zahlen. Am schnellsten sollten diese Studienplatzquoten für Lehrer, Juristen und Ärzte feststellbar sein, da sie weitgehend von wirtschaftlichen Schwankungen unabhängig sind.  Einheimische Studenten sind hierbei natürlich zu bevorzugen. Um dem, für viele Dritt-Welt-Länder nachteiligen, sog. „Brain-Drain" sprich Abwanderung von Studierenden Einhalt zu bilden, sind Studienplätze an Angehörige dieser Länder nur im Rahmen von Entwicklungshilfeprojekten zu erteilen, die auf den Bedarf dieser Länder ausgerichtet sind und nicht an Interessen westlicher Konzerne. Wobei in den meisten Ländern eine Förderung der beruflichen Bildung wichtiger wäre, als die Förderung der universitären Bildung, die durch die Kolonialzeit nicht selten überhaupt nicht auf die Erfordernisse der Länder eingerichtet ist. Eine Aufenthaltsgenehmigung nach Abschluß des Studium ist daher NICHT zu erteilen. Stipendien an ausländische Studenten sollten in erster Linie Studenten aus den Ländern gewährt werden, die ebenfalls Stipendien an unsere eigenen Studenten vergeben, bzw. mit denen wir Studenten- und Schüleraustauschprojekte haben. Also in erster Linie mit Universitäten in Europa, Australien und Nordamerika.
Wie bereits festgestellt, haben wir massive Probleme mit der Vermittlung von Hauptschulabsolventen in Ausbildungsbetrieben und dies trotz des teilweisen größeren Angebot an Lehrstellen als nachfragende Bewerber. Neben den bereits erwähnten Unzulänglichkeiten im Schulsystem ist im viel stärkeren Maße die bereits erwähnte fehlende oder mangelnden Erziehung, gerade in den sogenannten bildungsfernen Schichten, als Problem zu sehen. Hier trauen sich aber Politiker an solche zwar persönliche, aber trotzdem gesellschaftliche Aufgaben nicht heran.
Die Erziehung der Kinder ist eine ebenfalls sehr wichtige, weitgehend vernachlässigte Aufgabe,
für die es Leitlinien geben sollte.

Es werden entweder keine oder nur sehr lasche Grenzen, insbesondere in der Öffentlichkeit, gesetzt. Man kann von Eltern schon verlangen, daß Kinder im Lokal mal eine Stunde einigermaßen ruhig und gesittet auf Ihren Platz sitzen bleiben. Dies muß man zu Hause eben schon im Kindergartenalter zur Regel machen.
So sollten Krabbelgruppen und Kindergrippen nicht ausschließlich wg. eines möglichst schnellen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt verargumentiert werden, sondern einfach damit, um den Müttern  eine Teilnahme am kulturellem Leben, Weiterbildung in Haushaltsführung und Erziehung und nicht zuletzt Entspannung und Freizeit zu ermöglichen, da ja früher übliche und mögliche Unterstützung durch die Großfamilie heute häufig nicht mehr möglich ist. Das ist aktive Frauenpolitik, die näher am Bürger wäre. So sollten spezielle Kurse für Haushaltsführung, Ernährung und Kindererziehung für Familien, die  Sozialleistungen (Hartz IV) beziehen, verstärkt angeboten werden, da es hier naturgemäß durch die Bildungsferne und soziale Entwurzelung größere Defizite gibt. Bei widerholtem Nichtbesuch sind Leistungen zu kürzen. Erziehung mit klaren Grenzen ist auch eine effektive Vorbeugung gegen Kriminalität, wie die niedrigen Rückfallquoten bei einem engagierten spanischen Richter zeigen, der den Eltern zu Einnahme ihrer Vorbildrolle mit dem Satz "Wenn ihr ein kumpelhaftes Verhältnis zu euren Kindern bildet, macht ihr sie zu Vollwaisen". So liegt seine Rückfallquote bei ca. 30 Prozent, während sie im deutschen Jugendstrafrecht bei bis zu 70 Prozent liegt.

 
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