Umwelt, Energie - Franken Bürger

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Umwelt, Energie

Umweltschutz und Energieversorgung

Ein immer wichtiger werdender Politikbereich ist die Umwelt- und Energiepolitik.  Kann man zur Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Kontrollierbarkeit der AKW´s selbst nach Fukushima noch geteilter Meinung sein, so ist das ungelöste Endlagerungsthema des Atommülls das K.O.-Kriterium, durch daß ein Ausstieg aus der Atom-Energie unumgänglich ist. Inwieweit neue Technologien wie die Kernfusion eine Alternative bilden können ist von der Entsorgungsthematik abhängig zu machen. Auch die Katastrophe von Fukushima, die letztendlich durch die unterbrochene Stromversorgung ausgelöst worden ist, muß alle in Hinblick auf die zunehmende Terrorgefahr nachdenklich stimmen. Was nützt die Sicherung gegen Flugzeugabstürze, wenn es keine Garantie gegen Sabotage der Stromversorgung gibt. Sollte es keine Alternative zum derzeitigen Defakto-Zwischenlager Gorleben geben, ist eine Endlagerung im Ausland im geologischen Ur-Europa also in Skandinavien oder Rußland anzustreben, da hier die geologisch stabilsten Schichten häufig mit Granitschichten liegen. Schweden und Finnland sind bereits dabei, solche Lagerstätten zu erschließen. Eine endgültige Beurteilung sollte hier ber von Geologen aus wirtschaftsunabhängigen Forschungs-Institutionen folgen. Die jetzt beginnende wohl jahrzehnte dauernde Standortsuche ist wohl eine taktische Verzögerung, stattdessen muß umgehend mit der Bergung der Fässer aus der Asse begonnen werden und eine Ankauf von Lagerstätten im Ausland ist nach Fertigstellung der Anlagen in Schweden und Finnland anzustreben.

Erneuerbare Energien

Ein Umstieg auf erneuerbaren Energien ist daher unumgänglich, allerdings sind Bestrebungen, den Steinkohlebergbau in Deutschland gänzlich einzustellen, abzulehnen, hier tritt wieder übertriebener "Weltrettungsfimmel" zu tage, obwohl China, Rußland und Australien nicht daran denken auf Kohle, der eine Klimaschädlichkeit zugeschrieben wird, zu verzichten. Gerade diese Länder könnten bereits mit der heutigen Wind- und Solarenergietechnik einen erheblich höheren Anteil ohne Verschandelung von Kulturlandschaften verwirklichen, da diese Länder Flächenstaaten sind. Als Brückentechnologie die auch krisensicher und inländisch ist, sollten wir die Steinkohle auf jeden Fall weiter nutzen, Bergsturzschäden sind genauestens zu erforschen, und in den bergsturzgefährderten Gebieten ist eine Ersatzverfüllung vorzunehmen. Braunkohletagebau ist dagegen kritisch, da in einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland eine Zerstörung von Siedlungs- und Bauernland nicht erwünscht sein kann. Die vorhandenen Tagebaue sind beschleunigt zu renaturieren, im Idealfall zu Gewässer umzuwandeln. Als Spitzenlast-Überbrückung haben sich bei steigenden Anteil von erneuerbaren Energien Gas-Kraftwerke bewährt, dies ist ausdrücklich zu begrüßen, nicht verständlich und daher abzulehnen sind Kraftwerkstillegungen, da Gaskraftwerke langfristig auch mit sogenannten Windgas betrieben werden könnten.

Dezentrale Energieversorgung

Der Umstieg auf erneuerbare Energien, muß mit einer Dezentralisierung einhergehen, daß die gleichen Konzerne die Deutschland in einen neuen "4-Mächte-Status" unter sich aufgeteilt haben jetzt auch mit großen Windparks in der Nordsee eine Festsetzung ihrer Oligopol-Stellung erreichen wollen, muß verhindert werden.
Windparks sollten auch wenn sie vielleicht nicht ganz so effektiv sind, auch in Ballungsräumen des Südens errichtet werden. Was spricht dagegen, große Windanlagen auch in den Industriezonen der Städte zu errichten? Hier ist es schon bizarr, daß gerade die eher rot-grün dominierten Städte Nürnberg und Fürth keine eigenen Windräder haben, während im Landkreis Fürth schon einige Windparks gebaut wurden und es in einigen Gemeinden schon seit weit über zehn Jahren Bürgerwindräder gibt. In Wohngebieten wiederum sollten wenn überhaupt nur Kleinst-Anlagen genehmigt werden. Hier sind auch andere Systeme zu bevorzugen, die nicht so große Rotorblätter haben sondern eher Spiral-Struktur haben. In den USA gibt es Planungen von Windsäulen und in Japan sollen solche Spiral-Windanlagen schon im Einsatz sein. Auch ist es zu kritisieren, wenn ganze Berghänge mit Solarzellen zugepflastert werden, solange es noch geeignete Hausdächer gibt, die keine Photovoltaik-Anlagen haben. Eine Alternative zu den Solarbergen könnte eine Aufstellung von, vor einiger Zeit im Bayerischen Fernsehen vorgestellten, Stelzenanlagen sein, die z.B. Eine Weidetierhaltung unter den Zellen möglich machen oder bei Errichtung von Anlagen auf 7 Meter hohen Stelzen sogar Landmaschinen-Nutzung möglich machen. Gerade in den Städten gibt es für Photovoltaik noch sehr viele Kapazitäten. Wenn man so durch Nürnberg, Fürth und die Landkreise fährt, sieht man einen Anteil der bereits bestückten geeigneten Dächer von unter 10 % also ist hier zumindestens theoretisch eine Verzehnfachung der Stromgewinnung durch die Sonne möglich.  Biogasanlagen  sollten keinen weiteren Maisanbau in Deutschland verursachen, da dieser für die Bodenerosion anfälligere Flächen verursacht. Sollte aber Bio-Müll, Gras-Silage oder nicht verwendbares Getreide verwendet werden können, ist ein Ausbau der Bio-Gas-Energie wünschenswert, dann aber lieber mehr kleinere Anlagen als wenige Großanlagen, die mehr Verkehr verursachen. Auch notwendige Verkehrswege um Ortsdurchfahrten der teilweise im zweistelligen Tonnenbereich liegenden Gespannen zu vermeiden, sind zu bauen.
Biogasanlagen sind insbesondere auch als Höchstlast-Ausgleich bei Windstille und am
Morgen und Abend zu sehen.

Die Wasserkraft ist eher nur punktuell ausbaubar, da auch hier zuviel nutzbare Fläche verloren geht. Hier dürfte höchstens im Gebirge eine nennenswerte Steigerung möglich sein.
Die Geothermie wiederum ist eine bisher noch kaum genutzte aber durchaus auch als Lückenschließung sehr geeignete Energiequelle. So gab es schon in den 80er Jahren Vermutungen, daß es in Süddeutschland große geothermische Wasservorräte gibt, dies wäre näher zu untersuchen. Ebenso die in verschiedenen Ballungsräumen entdeckte, bis zu 4 Grad wärmere Grundwassertemperatur wäre als geothermische Heizenergiequelle nutzbar. Auch in Kombination mit Kühlung im Sommer. So ist nicht zu unterschätzen, wieviele Klimaanlagen in Deutschland bereits im Einsatz sind, wenn auch weniger für Menschen, sondern mehr für EDV-Anlagen. Hier wären Geothermie-Speicher im Grundwasserbereich für die Abwärme, die dann im Winter wieder mit Wärmepumpen zum Heizen genutzt werden könnten eine Lösung, die auch äußerst dezentral anzuwenden wäre. Ebenso gibt es bei solarthermischen Anlagen, die auch zur Heizungsunterstützung installiert werden, im Hochsommer Energie-Überschüsse. Diese könnten auch in Sole-Speichern im Erdboden abgeleitet werden, die dann zumindestens für Schlechtwetterperioden erweiterte Puffer-Möglichkeiten ergäben. Der Bau eines 70 Meter hohen Wärmespeichers in Nürnberg Sandreuth ist ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung.

Genforschung und –Technik

Bei Genforschung, der Stammzellentherapie, PID und Embryonenverwendung gibt es in der BRD eine schwarz-grüne Ablehnungsfront, die zu durchbrechen ist. Gentechnisch veränderte Lebensmittel sind derzeit abzulehnen, da die dahingehende Forschung derzeit hauptsächlich durch profitorientierte Großkonzerne (Monsanto und Co.) vollzogen wird und somit mögliche negative Auswirkung auf Mensch und Tier nicht ausreichend erforscht und ggf. unterschlagen würden.  Staatliche und wirtschaftsunabhängie, universitäre Genforschung zur Anpassung und Optimierung von Nutzpflanzen ist aber durchaus zu fördern, ebenso die Stammzellenforschung zur Krebsforschung oder zur Gewinnung von Spendeorganen. Hier kann es nicht sein, daß wir uns abkoppeln lassen und Stammzellen aus dem Ausland teuer einkaufen müssen. Eine moralische Kritik gegen die embryonalen Stammzellenforschung, bei geschätzten 200.000 Abtreibungen im Jahr, zu führen ist zutiefst heuchlerisch. Fortschritt und Werteerhaltung dürfen sich grundsätzlich nicht widersprechen. Hier ist Franz-Josef Strauß in Erinnerung zurufen, der sinngemäß sagte, daß konservativ sein heißt: "Werte und Traditionen erhalten, aber gleichzeitig an der Spitze des Fortschritts zu marschieren". Dem ist allerdings hinzuzufügen, daß der Fortschritt ausschließlich dem Menschen und der Gemeinschaft (dem Volk) zu dienen haben und nicht der Profitmaximierung internationaler Konzerne.


 
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