Verkehr - Franken Bürger

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Verkehr

Verkehrs- und kommunalpolitische Leitlinien
mit konkreten Aussagen zu Verkehrsproblemen
am Beispiel Nürnberg-Fürth
Oder die Rettung vor dem Verkehrsinfarkt!

Wie schon beim gesellschaftspolitischen Thema ist auch das Thema Verkehr eine ideologische Spielwiese für rot-grünen Weltverbesserer geworden, die eine vernünftige Diskussion seit den 80er Jahren erschwerte geschweigedenn den Erfordernissen des heutigen und zukünftigen Verkehrsaufkommen gerecht werden.
War es in den 60er und teilweise noch in den 70er Jahren Aufgabe oder zumindestens Folge der Stadtplanung eine „autogerechte" Stadt zu planen, zumindestens was neu geplante Stadtteile oder bei großflächige Sanierungsgebiete betraf. Wollte man  in den 80er Jahren vermeintliche Bürgerinteressen nach „Verkehrsberuhigung" bedienen und hat dementsprechend mit dem Rückbau von Verkehrsflächen begonnen. Wobei gerade viele heute fehlende Straßenprojekte des Generalverkehrsplans von 1967 eine Verkehrsberuhigung in vielen Stadtteilen erst möglich machen würde. So liegen mir folgende Planungen aus der Zeit ab den 60er Jahren vor, die durch, die aktuellen Bedürfnisse angepaßte Forderungen ergänzt wurden.

Kreuzungsfreier Ausbau des Frankenschnellweg.
Inwieweit der Bau einer Südstraße entlang der Bahnlinie als Verbindung „an den Rampen" bis zur Regensburger Straße, bzw. Weiterführung bis zur A 3 bei Laufamholz. (bereits seit den 80er Jahren jegliche Planung durch die Verwaltung verworfen) gefordert wird, ist mit den Stadtplanern und der Deutschen Bahn abzuklären, da eine Neuplanung durch Veränderung der Bebauung südlich der Bahnlinie notwendig wäre. Hier sei daran erinnert, daß in den 60er Jahren die Südstraße als Autobahnast zwischen Frankenschnellweg und Nürnberger Autobahnkreuz als Hochstraße geplant war.

Verlängerung des Frankenschnellwegs vom Hafen bis zur Anschlußsstelle der zur Schnellstraße ausgebauten B 2 der sogenannten B2 A bei der A 6-Anschlußstelle Roth bei Schwabach.

Umleitung der B 14 vor Stein als Süd-Umgehung von Stein, zum Frankenschnellweg am Südrand des Hafens zur Wiener Str. die wiederum eine Verbindung zum Autobahnzubringer darstellt. Und somit eine Entlastung der Ortsdurchfahrten von Stein und Röthenbach brächten. Glücklicherweise ist diese Verbindung wieder in den aktuellen Bundesverkehrswegeplan aufgenommen worden. Dies Südumgehung wird ja gerade heftig diskutiert, leider aber von Nürnberg abgelehnt, mit der Befürchtung von Verkehrssteigerungen. Dies wäre aber mit dem Lückenschluß der B 2A zwischen Nbg. Hafen und der A 6 bei Schwabach erledigt, da sich dann der Verkehr durch Eibach, Reichelsdorf und Katzwang eher verringern würde.

Verbindung der Erlanger Str. mit dem Frankenschnellweg im Knoblauchsland über Bamberger Str. und Poppenreuther Str, (Umgehenung von Poppenreuth). Heute ist wg. der Ikea die Kreuzung zu Poppenreuther Str. bereits verlegt worden.

Die Verlängerung der Höfener Spange zur Leyher Str. und Sigmundstr. ist ja glücklicherweise nach jahrzehntelanger Planung jetzt endlich gebaut worden. Hier ist es noch notwendig, daß die Höfener Bahnunterführung auf 4 Fahrspuren erweitert wird, um jeweils eine Abbiege-Spur zu schaffen.


Die Verbindungsstr. Fürth-Dambach-Zirndorf-Altenberg wurde bereits lt. Festschrift 40 Jahre Landkreis Fürth in den Jahren von 1973-1987 für umgerechnet 15.3 Mio. Euro errichtet, hier sollte eine Verlängerung durch den sog. Hainberg zur B 14 westlich von Stein zum oben genannten Umgehungs-Ast zum Hafen Nürnberg gefordert werden. Sollte wg. dem FFH-Schutzstatus des Hainbergs gegen die Straßenverbindung prozessiert werden, ist eine Tunnel- oder Kolonadenlösung analog zur Querung des Rednitztals der neuen B14 zum Hafen zu planen.

Umgehung der Rothenburger Str. bei Röthenbach b. Schweinau am sog. Tiefen Feld, ohne weitere Bebauung von diesem.

Umgehung von Fürth als Verbindung zwischen Südwest-Tangente bei Burgfarrnbach (Nordwestumfahrung Burgfarrnbach) zum Frankenschnellweg bei Ronhof oder der neuen Ausfahrt Steinbach (Höffner-Ausfahrt) zwischen Ronhof und Erlangen Tennenlohe als Anschluß zum Industriegebiet Schmalau. Hier ist schon seit Jahren eine Bürgerinitiative für eine Westumfahrung Fürth aktiv, diese soll von den Franken Bürgern unterstützt werden.
Als Alternative hierzu könnte auch dienen:
Verlängerung der Fürther Hafenstr. In Fürth Richtung Vach mit Talübergung nach Herbolzhof mit Anschluß an den Frankenschnellweg.

Im Nürnberger Bürgerbuch von 1968! sind neben einigen der  oben genannten  Verbindungen noch eine Verbindungsstraße von der Anschlußstelle Frauenaurach der A 3  bis einer neuen Anschlußstelle der A 6 bei Rohr in der Nähe von Schwabach skizziert. Nach heutigen Bedürfnissen müßte diese Rangau-Tangente wie eine Schnellstraße 4-spurig möglichst kreuzungsfrei gebaut werden. Dies wären Entlastungen für Ortsdurchfahren von mehreren Orten zwischen Obermichelbach bei Fürth über Burgfarrnbach und Roßtal bis nach Großweißmannsdorf an der B 14, Querungen der ST 2245 bei Wintersdorf und der B 14 natürlich kreuzungsfrei. Vordringlich wäre hier die Verbindung zwischen B8 und B14 zu sehen. Bei der B 8 bei Seukendorf könnte man mit einem zusätzlichen Ast eine Entlastung der Verbindung Cadolzburg nach Ammerndorf mit einer Neutrassierung ab dem Gewerbegebiet Cadolzburg-Nord mit einer Dillenberg-Spange mit Westumfahrung Cadolzburg einer kreuzungsfreien Querung der ST 2245 bei Ammerndorf, an Roßtal westlich vorbei evtl. ebenfalls zur B 14  schaffen. Alternativ könnte dieser Ast auch südwestwärts richtung Heilsbronn in der Nähe des Gewerbegebiets „alter Flugplatz" zur B 14 führen.

Ebenso ist an die ST 2245 bei Wintersdorf an der Abfahrt Richtung Lind als Südumgehung Oberasbach um den Ballungsraum Zirndorf-Oberasbach bis zur verlängerten Verbindungsstraße West am Hainberg eine mind. zweispurige Umgeheung mit jeweilige Links- und Rechtsabbiegerspuren mit Verzögerungsstreifen für alle wichtigen Kreuzungen wie z.B.  die Verbindungsstraße am Playmobil-Funpark nach Großweismannsdorf und für die Verbindung von Unterasbach und Altenberg zu planen. Auch hier sind Siedlungen zu untertunneln und Trasse mit Flüsterausphalt und Schallschutzwände zu versehen. Zur Entlastung der teilwese dichtbebauten durch Zirndorf und Oberasbach führende vierspurige Trasse könnte diese stadteinwärts auf eine Spur mit Busspuren  und Radwegen zurückgestuft werden, wobei die Abbiegespuren natürlich erhalten bzw verlängert werden müssen. Die auswärtige Trasse sollte zweispurig im jetzigen Zustand erhalten bleiben, da viele Pendler am Abend zur Heimfahrt, die alte Trasse wg. Einkäufen bei Edeka, Kaufland und Co. weiterhin nutzen werden.

Im damaligen Bürgerbuch zwar nicht vorgesehen aber um das alltägliche Verkehrschaos durch Kraftshof-Neunhof im Westen und Ziegelstein, Buchenbühl im Osten zu entlasten, ist vom Siedlungsraum zwischen Dormitz östlich von Erlangen-Uttenreuth eine neue Reichswald-Spange  an Kalchreuth westlich vorbei über die A3 mit Autobahnzu- und Abfahrt und mit Flughafentunnel zur Marienbergstraße zu überdenken, dies wäre dann auch ein Ersatz bwz. Ergänzung für die umstrittene Nordanbindung des Flughafens. Die Marienbergstraße selbst ist zwischen Flughafenstraße und der Kreuzung Erlangerstraße auf vier Spuren zu erweitern. Die jetzige Kreuzung an der B4 ist ja glücklicherweise bereits vorgebaut.

In Erlangen ist die Verbindungsstraße vom Erlangen-Nord über den Dechsendorfer Damm als leistungsfähige Nordspange als Verbindnung zwischen A 3 und der A73 auszubauen und  in Forchheim ist endlich die Südumgehung der B470 zu bauen, die hier aktive Bürgerinitiative hatte kürzlich ihr 25-jährige! Bestehen.


Bundes- und Staatsstraßen sollten generell wie in USA und Spanien mit einer mind. Eineinhalb Meter breiten Seitenstreifen, die als Radweg genutzt werden kann und das Überholen von Traktoren, Mofas und Mopeds erleichtern würde, ausgebaut werden.

Sicherlich sind die oben genannten Beispiele nicht vollständig und stellen nur die größten und wichtigsten Lückenschließ-Projekte dar, die dem alltäglichen Ärgernis des Berufsverkehr Einhalt gebieten würden. Leider gibt es in vielen Gemeinderäten eher ablehnende Positionen zu Straßenprojekten, dies macht eine Kirchturmpolitik erkennbar, die durch die Verlagerung der Verkehrsplanung in ein andernorts gefordertes Regionalparlament vermieden werden könnte. Wie notwendig diese Maßnahmen sind, belegen Studien, nach denen wir bis zu 50 Std. im Jahr im Stau stehen und durch die prognostizierten Verkehrssteigerung und durch notwendige Sanierungsmaßnahmen und daraus folgender Teilsperrungen diese Stauzeit sonst auf bis zu 100 Std. im Jahr anwachsen könnte, dies sind zweieinhalb Arbeitswochen Freizeit, welche dem Bürger weggenommen werden. Von den Kosten und Abgasbelastungen garnicht zu sprechen. Generell sind für alle Ortsdurchfahrten Umgehungen als verpflichtend zu fordern, wenn mehr als 10.000 Fahrzeuge und vorallen wenn mehr als 200 LKW´s am Tag den Ort passieren. Straßenschäden innerorts verursachen langfristig, durch die vielen Infrastruktureinrichtungen wie Wasser, Abwasser, Gas, Telekom usw. mehr Kosten, da sie aufwändiger zu reparieren sind, als die reine Straßenkonstruktion auf den außerhalb der Ortschaften befindlichen Umgehungen. Von der Lärmentlastung der Bevölkerung einmal ganz abgesehen. Langfristig ist dies für Ortsdurchfahrten mit mehr als 5000 Fahrzeugen und 100 LKW´s anzustreben. Einwände aus Naturschutzgründen haben sich hier dem Interesse der Bevölkerung unterzuordnen. Die ehemaligen Ortsdurchfahrten sollten dann mit Straßenbäume begrünt werden und Schallschutzwände, so sie nicht in der Nähe von Häusern aus Glas sein müssen, mit besonders feinstaubbindenden Pflanzen bepflanzt werden.
Verkehrszählungen sollten generell in den Monaten Oktober und November außerhalb etwaiger Herbstferienwochen stattfinden, da hier die tatsächlichen Verkehrsströme, gemessen werden, und die Nähe zum Verkehrsinfarkt besser erkennbar ist.

Die obengenannten Straßenprojekte sind als verkehrspolitisches Zielprogramm für die Region Nürnberg-Fürth für die nächsten 10 Jahre zu fordern. Hier ist insbesondere zu betonen, daß Bürgerbeteiligung zwar gut ist, aber es nicht sein kann, daß wie kürzlich in Fürth Vach nach dem St.-Floriansprizinp zwar eine Umgehung gefordert wird, die vom Freistaat Bayern geplante und oben in meinem Vorschlag geforderten Verbindung zwischen SW-Tangende und Frankenschnellweg abgelehnt wird.  Hohe Belastung Einzelner sind durch Schallschutzmaßnahmen zu minimieren. Ebenso sind rechtliche Grundlagen zu fordern, daß es LKW-Nachtfahrverbote geben kann. Selbstverständlich sind bei allen Straßenneubauprojekten, die näher als 500m an bewohnten Gebieten vorbeiführen, bauliche Schallschutzmaßnahmen und Flüsterasphalt einzufordern. Gerade auch bei Umgehungen.
Die, entgegen der Wahlversprechen von SPD und Kanzlerin Merkel, kürzlich von der Schwarz-Roten Koalition beschlossene PKW-Maut als sogenannte Infrastrukturabgabe ist abzulehnen. Stattdessen sind Infrastrukturanleihen an den Bürger und an Personengesellschaften herauszugeben, die mindestens zwei Prozent über den aktuellen EZB/Bundesbank-Zinssatz zu liegen haben. Eine Privatisierung der Verkehrswege ist ebenfalls abzulehnen.


Es muß das Problem der vielen Menschen die von A nach B wollen, gelöst werden.
Erweiterungen/Änderungen sind natürlich auch im Nürnberg-Fürther ÖPNV notwendig. Denn dieser ist, wenn man von der U-Bahn absieht,  weitgehend auf dem Stand der 60er Jahre. Auch wenn es bereits dementsprechende Planungen geben sollte, wie z.B. die kürzlich von der Regierung von Mittelfranken genehmigte Verlängerung der Straßenbahn in der Erlanger Str. ist nicht die Planung sondern die Durchführung entscheidend.

Verlängerung der Straßenbahn-Linie vom Südfriedhof auf der Trierer und Zollhausstr.  bis  Langwasser Mitte oder gar bis zum Klinikum Süd. Hier ist bereits ein Mittelstreifen weitgehend vorhanden, ohne daß Verkehrsraum von der Straße abgezweigt werden muß.

Abzweigung der Straßenbahn von der Gartenstadt über die Hafenstraße nach Eibach, zum möglichen U-Bahnast, hier ist bis auf wenige Ausnahmen ebenfalls Platz für eigenen Gleiskörper ohne Verlust von Straßenraum.

Verlängerung mit Querverbindung der Linie zum Westfriedhof zur Linie in der Erlanger Straße.

Verlängerung der Straßenbahn-Linie an der Erlanger Straße mindestens bis zum Sitz der Fa. Staedtler besser noch nach Boxdorf und Großgründlach.

Derzeit ist eine Stadt-Umlandbahn nach Erlangen im Gespräch, bis diese gebaut wird, wäre eine Verlängerung der Straßenbahn auf bereits vorhandener Verkehrsfläche im Mittelstreifen der Erlanger Straße möglich und ist auch schon im Bau. Bei der Stadt-Umlandbahn ist auf die Errichtung auf eigenen Gleiskörper Wert zulegen.

Eine Alternative zur Stadt-Umlandbahn wäre auch die Verlängerung der U-Bahn vom Flughafen, als Stadtbahn an Kraftshof und Neuhof vorbei bis Boxdorf, Großgründlach und dann weiter zu neuen geplanten Uni-Stadt in Erlangen-Süd.

Verlängerungen der U-Bahnen sollten nicht von irgendwelchen Bau-Gebieten abhängig gemacht werden, da neue Baugebiete meines Erachtens selten notwendig sind und es sich um Nachholbedarfe einer bereits seit Jahrzehnten anhaltenden Entwicklung der Pendlerströme handelt. Hier wären daß Beispiel U 3 nach Oberasbach/Zirndorf
und die  der U 2 nach Stein und Eibach zu nennen. Hier ist von der bayerischen Staatsregierung stärkere finanzielle Beteiligung zu fordern, soll Franken weiterhin bei Bayern bleiben.

Umstellung des Busverkehrs.
Es ist sicherlich Niemanden entgangen, daß außerhalb der Hauptverkehrszeiten und manchmal nicht nur dann, viele Busse mit sehr viel „warmer Luft" nur als mobile Werbefläche herumfahren, besonders bizarr ist das noch wenn, wie z.B. in Fürth,  extra lange Gelenkbusse mit Anhänger angeschafft wurden.  
Als Folge daraus wird eine Umstellung auf kleinere Busse mit vielleicht 12-18 Sitzplätzen, oder gar 9-Sitzer im ländlichen Raum, zumindestens außerhalb der Pendler-Stoß-Zeiten gefordert. Inwieweit Außerhalb der Ladenöffnungszeiten mit einer Stunde Puffer ein Busverkehr überhaupt rentabel ist und nicht ein Sammeltaxi-System als „Jugend- und Seniorenfahrdienst", mit dem jetzt für Förderschüler existierenden Fahrzeugpark, oder die Erstattung der Taxikosten auf Antrag bei Bedürftigkeit billiger wäre, ist zu errechnen. Diese kleineren Busse sollten dann allerdings auch in einem kürzeren Takt fahren. Denn die Attraktivität läßt bei Fahrintervallen von 20 Min. tagsüber und 40 und mehr Minuten am Abend in der Stadt und stündlichen oder noch schlechteren Takten am Land, sehr zu wünschen übrig. So würden in den Stoßzeiten die jetzt vorhandenen großen Busse und außerhalb der Hauptverkehrszeiten kleinere Busse fahren, dies zugegebener Maßen dann auch mit höherem Personalaufwand, aber dafür auch mit höheren Fahrgastzahlen, durch die bessere Konkurrenzfähigkeit zum Individualverkehr.


Wenn es den Stadtverwaltungen wirklich darum geht, den Bürger vor der hohen Belastung durch den Individualverkehr zu schützen, dann muß der ÖPNV als Alternative wirklich attraktiv werden!

Zur Preisgestaltung wurde in den Feststellungen bereits davon gesprochen, daß eine Einzelkarte von 50 Cent ermäßigt bzw. für die Kurzstrecke und 1 Euro für Erwachsene für den VAG-Bereich Nürnberg-Fürth angeboten werden sollte. In anderen Ballungsräumen ist dies ähnlich zu sehen, höchstens Berlin, Hamburg und München dürften innerhalb ihrer größeren Stadtgrenzen auch 1,50 bis 2 Euro Euro berechnen. Die Verbundregionen sollten dann je Zone, die allerdings erweitert werden sollten,  um jeweils einen Euro teurer werden.  Die Monatskarten sind von der Preisgestaltung für die Dauer-Nutzer vom derzeitigen Stand mindestens zu halbieren, also die einfache Monatskarte für Nürnberg-Fürth sollte mit ca. 25-30 Euro berechnet werden, siehe dem 365 Euro-Ticket von Wien, einer fast Zwei-Millionen-Stadt mit viel größerem System. Vordringlich geht es darum noch mehr Umsteiger vom Auto auf den ÖPNV zu gewinnen, die eben nicht regelmäßig fahren sondern nur sporadisch. Mag sein, daß die derzeitigen Fahrgastzahlen gerade der U-Bahn bei der derzeitigen Fahrzeuganzahl eine erhebliche Steigerung gar nicht gewachsen sind, aber gerade hier ist auch eine stärkere Beteiligung der Umlandkreise oder den Bezirk Mittelfranken zu sehen, da auch dort viele Bürger den ÖPNV in Nürnberg-Fürth nutzen und noch stärker nutzen sollen. Weitere Investitionen in Fahrzeuge und Personal sind daher unumgänglich. Bis dorthin sollte es für die U-Bahnen eine Zusatzkarte von 50 Cent pro Einzelfahrt geben, bzw. bei den Monatskarten muß dann die jeweils nächsthöhere Verbundzone gebucht werden.
Beobachtungen zeigten, daß die Auslastung von Bussen und Straßenbahn eher niedrig ist, was auf dem ersten Blick keine Investitionen bei oben genannter Preissenkung und daraus folgender Steigerung der Fahrgastzahlen notwendig erscheint, die aber ebenfalls notwendige kürzere Taktung um weitere Fahrgäste zu gewinnen, macht aber dennoch Investitionen in neuen Fahrzeugen und Fahrpersonal notwendig. Also kurz: mehr Fahrer und Fahrzeuge für kürzere Taktung bei gleichzeitiger erheblich erhöhten Fahrgastzahlen wg. günstigeren Preis und größerer Attraktivität.

Zusammenfassend heißt das, es sind Investitionen nicht nur im Straßenbau, sondern, unabhängig aller ideologischen Auseinandersetzungen, auch für den Ausbau des ÖPNV notwendig. Die Verkehrspolitik dürfte neben Gewerbeansiedlungen die originären Aufgaben der später noch näher beschriebenen Forderung nach Regionalparlamenten, wie es bereits die Region Stuttgart hat, sein.

Verbot aller privatwirtschaftlichen Verkehrsüberwachungen, und Wegnahme der Verkehrsüberwachung aus der Verantwortung der Kommunen und Überstellung dieser in den alleinigen Aufgabenbereich der Polizei.

Auch die „Parkraumbewirtschaftung" vieler Kommunen ist kritisch zu sehen, hier ist es für eine Bürgerbewegung selbstredend, daß auch hier rein fiskalpolitische Interessen dem Bürgerinteresse entgegenstehen und deshalb in den Hintergrund zu treten haben.
Es kann also nicht sein, daß man zwar eine „Nachverdichtung" beschließt, neue Einzelhandelsinvestitionen zuläßt,  oder Neuansiedlung von Unternehmen fördert, sich aber nicht oder nicht ausreichend mit der Parkplatzthematik beschäftigt. Auch wenn vom Gesetzgeber kein Arbeitgeber verpflichtet ist, ausreichend Parkplätze für seine Mitarbeiter bereitzustellen, ist es Aufgabe der Stadt diese einzuplanen und die voraussichtliche Anzahl der mit dem PKW kommenden Mitarbeiter festzustellen. Denn im Zweifelsfall leiden dann die Anwohner. Die Anwohnerparkregelung geht zwar in die richtige Richtung, löst aber nicht das Grundproblem der Parkplatzknappheit.
Wenn es um Verkehr geht, ist das Thema Lärm nicht weit.
Auch wenn es der Gesetzgeber derzeit nicht vorschreibt, sind Schallschutzwände an Eisenbahntrassen zu fordern und ggf. durch max. 50%iger Beteiligung der Anlieger durch die Stadt zu errichten.
Alle Gesetzgebungsorgane sind aufgefordert, konsequente Nachtflug-Verbote in der Zeit von 22 bis 6 Uhr von Montag-Freitag und 23 bis 8 Uhr am Wochenende durchzusetzen. Häufig sind Kommunal- und Regionalpolitiker der Regierungsparteien in Flughafengesellschaften z.B. als Aufsichtsrat tätig und sollten hier Bürgerinteressen vertreten können. Lärmhöchstgrenzen sind nicht nur wie bereits vorhanden gegen den Autoverkehr zu verlangen, sondern auch für Reinigungsmaschinen und Gartenbaugeräten (Laubsauger und Co.). Ebenso ist bei Zweirädern  der Einhalt der Lärmschutzrichtlinien stärker zu achten. Manche Motorräder sind bei höchster Drehzahl lauter als ein 40-Tonnen LKW, das kann nicht sein! Die Mofas sollten wg. ihren Abgasen und der geringen Höchstgeschwindigkeiten ganz aus den Verkehr gezogen werden, bzw. nur noch mit Elektroantrieb zugelassen werden. Selbst im armen und relativ rückständigen Kuba fahren mehr Elektroroller als in der BRD.
Wenn wir schon beim Thema LKW sind, die Giga-Liner sind natürlich abzulehnen und langfristig ist auch von der 40-Tonnen Höchstgrenze wegzukommen, hier sollten maximale Gewichte von 27-30 Tonnen,  der Höchstgrenze der Schweiz, Zielsetzung sein. Die vielen baufälligen Brücken machen bereits heute Gewichtsbeschränkungen notwendig. Dies wäre auch ein Weg, von der derzeitigen globalisierten Konzernwirtschaft weg zu kommen. Allerdings ist klar, daß diese Zielsetzung auch als Vorbild in Gemeinschaft der europäischen Nachbarländer Sinn macht.
Zur Finanzierung der notwendig zu erachteten Landes- und Bundeszuschüsse dieser und in anderen Ballungsräumen sicherlich ähnlichen Projekten sind die  LKW-Maut um mindestens 100 Prozent zu erhöhen, insbesondere für 40 Tonnen und die noch fahrenden Giga-Liner. Eine weiteren Erhöhung der Mineralöl- und Ökosteuern muß eine klare Absage erteilt werden. Im Gegenteil sollte die Ökosteuer wieder abgeschafft werden, um den Tanktourismus nach Österreich, Tschechien, Polen, die Schweiz und Luxemburg zu verringern. Wenn die Ökosteuer abgeschafft wird, kann dafür die Mineralölsteuer bei Diesel auf das Niveau des Super-Benzin nach oben angepaßt werden. Der Steuervorteil von LPG und Erdgas sollte weiterhin bestehen bleiben, da hier weniger Emissionen erzeugt werden. Umrüstungen alter Fahrzeuge auf Elektroantrieb ist genauso wie die Neuanschaffung spürbar zu fördern. Elektro Zweit- und Drittfahrzeuge sollten auf jeden Fall KFZ-Steuer und mautbefreit sein und die Versicherungen sind gehalten günstigere Zweitwagen-Tarife für Elektrofahrzeuge anzubieten. Mit diesen Maßnahmen sollte ein langfristiges Zulassungsverbot oder zumindestens Höchstqouten bei Neuzulassungen für Verbrennungsmotoren bei PKW und schon früher bei Zweirädern erreicht werden. Für Zweiräder unter 125 Kubik könnte  dies schon ab 2020 sein, für große Motorräder und PKW ist dies für 2035 anzustreben. Fur Wohnmobile, Transporter und LKW´s ist derzeit wegen der Reichweite noch keine Zwangsumstellung absehbar. Hier könnte aber eine Umstellung auf GAS-Antrieb (Windgas) und natürlich die Wasserstoff-Brennstoffzellen-Technik eine Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen möglich sein, dieses Streben nach Unabhängigkeit sowie die Luftverbesserung in unseren Städten sollten auch größerem Raum der Argumentation als die grünen Weltrettungsparolen um Klimawandel und Treibhauseffekt einnehmen, da dies weder von Franken noch von Deutschland im erheblichen Maß beeinflußt werden kann und somit kaum Aktzeptanz finden werden.


 
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